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Bollinger Bänder

Bollinger Bänder sind ein technischer Indikator, der aus drei Linien besteht, die die Volatilität messen. Die mittlere Linie ist ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) des Preises über 20 Perioden. Die obere und untere Bandbreite werden berechnet, indem zwei Standardabweichungen von der mittleren Linie addiert bzw. subtrahiert werden.

Wenn der Preis eine äußere Bandbreite berührt oder kreuzt, deutet dies auf potenzielle überkaufte (obere Bandbreite) oder überverkaufte (untere Bandbreite) Bedingungen hin. Wenn sich die Bandbreiten zusammenziehen, ist die Volatilität gering und eine starke Preisbewegung kann folgen. Wenn sie sich ausdehnen, steigt die Volatilität und der Markt ist aktiver.

Händler verwenden häufig zwei Strategien mit Bollinger Bändern. Der Bollinger Squeeze identifiziert Perioden geringer Volatilität, die oft signifikanten Bewegungen vorausgehen. Der Bollinger Bounce handelt Umkehrungen, wenn der Preis von den äußeren Bandbreiten abprallt.

Wichtige Einschränkungen: Bollinger Bänder zeigen einen Volatilitätsbereich an, liefern aber keine präzisen Ein- oder Ausstiegssignale. Sie können in seitwärts gerichteten Märkten falsche Signale generieren. Die Wirksamkeit hängt von der Wahl der Parameter ab – die Änderung der Periodenlänge oder des Standardabweichungsfaktors beeinflusst die Reaktionsfähigkeit des Indikators. Die meisten Händler kombinieren Bollinger Bänder mit anderen technischen Indikatoren, anstatt sie allein zu verwenden.