Ausfallrisiko ist die Möglichkeit, dass ein Händler oder Broker seinen finanziellen Verpflichtungen im Forex-Handel nicht nachkommt. Dies umfasst Margin Calls, die Abrechnung von Trades und die Rückzahlung geliehener Gelder. Für Händler bedeutet es ihre Fähigkeit, Verluste zu decken; für Broker ist es das Risiko, dem sie ausgesetzt sind, wenn Kunden mehr verlieren, als ihr Kontostand hergibt.
So funktioniert das Ausfallrisiko
Wenn sich die Position eines Händlers gegen ihn entwickelt, fordert sein Broker eine Margin Call – die Aufforderung, zusätzliche Gelder einzuzahlen, um die Position aufrechtzuerhalten. Kann der Händler diese Anforderung nicht erfüllen, schließt der Broker die Position, oft mit Verlust. Dies ist das Ausfallrisiko aus Sicht des Händlers: Nichterfüllung der Margin-Anforderung.
Broker sind dem Ausfallrisiko ausgesetzt, wenn sie Trades für Kunden abwickeln. Wenn ein Kunde mehr verliert, als sein Konto enthält, übernimmt der Broker den Verlust. Broker mit geringer Kapitalisierung oder mangelnden Absicherungsstrategien sind selbst einem höheren Ausfallrisiko ausgesetzt, was ihre Fähigkeit zur Ausführung von Orders beeinträchtigen oder in schweren Fällen zur Insolvenz führen kann.
Faktoren, die das Ausfallrisiko erhöhen
- Hebelwirkung: Eine höhere Hebelwirkung verstärkt Verluste und erschwert es Händlern, Verpflichtungen zu decken.
- Marktvolatilität: Plötzliche Preisschwankungen können zu schnellen Verlusten und unerwarteten Margin Calls führen.
- Kapitalisierung des Brokers: Broker mit unzureichendem Kapital oder schlechter Absicherung laufen eher Gefahr, insolvent zu werden.
- Gegenparteistabilität: Ihr Ausfallrisiko hängt teilweise von der finanziellen Gesundheit und dem regulatorischen Status Ihres Brokers ab.







