Junk Bonds sind Schuldtitel, die von Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's unterhalb des Investment Grade eingestuft werden. Diese niedrigere Einstufung spiegelt ein höheres Ausfallrisiko des Emittenten wider. Als Ausgleich für dieses Risiko zahlen Junk Bonds höhere Zinssätze (Renditen) als Anleihen mit Investment Grade, um Investoren anzulocken.
Wenn ein Unternehmen Anleihen ausgibt, bewerten Ratingagenturen dessen Rückzahlungsfähigkeit. Wenn das Unternehmen schwache Finanzen, sinkende Umsätze, hohe Schulden oder andere besorgniserregende Fundamentaldaten aufweist, erhält die Anleihe eine Einstufung im spekulativen Bereich (Junk). Investoren verlangen höhere Renditen als Ausgleich für das erhöhte Ausfallrisiko.
Für Händler haben Junk Bonds besondere Merkmale. Ihre Kurse reagieren stärker auf Veränderungen der finanziellen Gesundheit des Emittenten oder auf Stress im breiteren Kreditmarkt als Anleihen mit Investment Grade. Diese Volatilität birgt sowohl Risiko als auch Chance – der Wert eines Junk Bonds kann schnell fallen, wenn sich die Lage des Emittenten verschlechtert, aber auch stark steigen, wenn sich das Unternehmen stabilisiert. Im Gegensatz zu Aktien erhalten Sie zwischendurch Zinszahlungen, allerdings nur, wenn das Unternehmen nicht ausfällt.
Wichtige praktische Überlegungen: Die Liquidität kann geringer sein als bei Anleihen mit Investment Grade, was breitere Geld-Brief-Spannen und Schwierigkeiten beim schnellen Verkauf bedeutet. Die Ausfallraten steigen während Rezessionen und Kreditkrisen an. Die Portfolio-Diversifizierung mit Junk Bonds bedeutet, höhere Volatilität im Austausch für höhere Renditen zu akzeptieren und die Positionsgrößen sorgfältig an Ihre Risikobereitschaft anzupassen.







