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Pivotpunkt

Ein Pivotpunkt ist ein technisches Analyselevel, das aus der Kursbewegung des Vortages berechnet wird, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandszonen zu identifizieren. Trader nutzen ihn, um vorherzusagen, wo der Kurs pausieren oder umkehren könnte.

Die Berechnung ist unkompliziert: Addieren Sie den Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs des Vortages und teilen Sie die Summe durch drei. Dies ergibt den zentralen Pivotpunkt. Davon leiten Trader zwei zusätzliche Unterstützungslevel (S1, S2) und zwei Widerstandslevel (R1, R2) ab, wodurch ein Rahmen von wichtigen Kursniveaus für den Handelstag entsteht.

Pivotpunkte funktionieren am besten in seitwärts gerichteten oder stabilen Märkten, in denen der Kurs dazu neigt, etablierte Niveaus zu respektieren. Sie sind besonders nützlich für Daytrader und Swingtrader, die potenzielle Ein- und Ausstiegspunkte identifizieren möchten, ohne ständig das Chart zu beobachten. Wenn sich der Kurs einem Pivot-Level nähert, können Trader in der Nähe der Unterstützung einsteigen oder in der Nähe des Widerstands aussteigen.

Allerdings haben Pivotpunkte Einschränkungen. In stark volatilen oder trendenden Märkten durchbricht der Kurs diese Niveaus oft ohne Pause, was sie weniger zuverlässig macht. Sie basieren ausschließlich auf den Daten des Vortages – wenn sich die Marktbedingungen über Nacht ändern, spiegeln die Niveaus möglicherweise nicht die aktuelle Marktstimmung wider. Darüber hinaus kann die alleinige Abhängigkeit von Pivotpunkten zu falschen Ausbrüchen und Verlusten führen. Professionelle Trader nutzen sie als ein Werkzeug unter vielen und kombinieren sie mit Volumenanalysen, Momentum-Indikatoren oder Trendbestätigungen.

Pivotpunkte werden täglich berechnet, was für Daytrader geeignet ist, aber für Intraday-Trader, die kürzere Zeitrahmen verwenden, eine Neuberechnung erfordert. Ihre Wirksamkeit hängt vom Währungspaar, der Marktvolatilität und davon ab, ob das Volumen um diese Niveaus konzentriert ist.