Forex (Devisen)-Handel bedeutet, eine Währung zu kaufen und gleichzeitig eine andere zu verkaufen, mit dem Ziel, von einer für Sie günstigen Wechselkursentwicklung zu profitieren. Es ist der größte Finanzmarkt der Welt, der 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche gehandelt wird und dessen Teilnehmer von Großbanken bis zu einzelnen Kleinanlegern reichen. Dieser Leitfaden zum Forex-Handel für Anfänger behandelt die Kernbegriffe, wie ein Handel tatsächlich funktioniert und welche Fehler die meisten Verluste für neue Händler verursachen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Forex-Handel bedeutet, eine Währung zu kaufen und eine andere zu verkaufen und von der Bewegung des Wechselkurses zu profitieren.
  • Währungen werden in Paaren gehandelt, z. B. EUR/USD, wobei der Preis als eine Währung gegenüber einer anderen angegeben wird.
  • Die Hebelwirkung ermöglicht es Ihnen, eine größere Position mit weniger Kapital zu kontrollieren, aber sie vergrößert sowohl Gewinne als auch Verluste.
  • Der Spread – die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs – ist die Haupteinnahmequelle der meisten Broker.
  • Die häufigsten Anfängerfehler sind übermäßige Hebelwirkung, emotionales Trading und das Auslassen von Risikomanagement-Tools wie Stop-Loss-Orders.
  • Im Vergleich zu Aktien und Rohstoffen bietet Forex längere Handelszeiten, höhere Liquidität und eine niedrigere Einstiegsschwelle, aber auch höhere Volatilität und Hebelwirkung.

Was ist Forex- (Währungs-) Handel?

Währungshandel oder Forex-Handel ist der Kauf und Verkauf von Währungen, um von Änderungen ihrer Wechselkurse zu profitieren. Er findet auf einem globalen Marktplatz statt und nicht an einer zentralen Börse. Die Handelsaktivität verlagert sich von Sydney nach Tokio, London und New York, wenn die Geschäftstage der jeweiligen Finanzzentren beginnen. Da jeder Handel ein Währungspaar beinhaltet, ist eine Position gleichzeitig eine Wette auf die Stärke der einen Währung und die Schwäche der anderen.

Kernbegriffe im Forex-Handel

  • Währungspaar: Zwei zusammen notierte Währungen, wie z. B. EUR/USD, bei denen Sie eine Währung kaufen und die andere verkaufen.
  • Wechselkurs: Der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung.
  • Hebelwirkung: Ermöglicht es Ihnen, eine größere Position mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz zu kontrollieren.
  • Spread: Die Differenz zwischen Geld- (Verkauf) und Briefkurs (Kauf), die die Gebühr des Brokers darstellt.

Wichtige Schritte im Forex-Handel für Anfänger

Der Forex-Handel ist spekulativ: Sie gehen eine Position ein, basierend darauf, wohin Sie erwarten, dass sich ein Wechselkurs als nächstes entwickelt. Wenn Sie erwarten, dass der Euro gegenüber dem Dollar stärker wird, kaufen Sie EUR/USD; wenn der Euro wie erwartet steigt, schließen Sie die Position mit Gewinn. Da der Markt 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche läuft, können Händler sowohl auf kurzfristige Preisschwankungen als auch auf längerfristige Trends reagieren.

Platzierung eines Forex-Handels

  1. Wählen Sie ein Währungspaar basierend auf Ihrer Marktanalyse.
  2. Entscheiden Sie sich für Ihre Position – ob Sie erwarten, dass die Basiswährung gegenüber der Notierungswährung steigt oder fällt.
  3. Legen Sie Ihre Handelsgröße fest und berücksichtigen Sie dabei die Hebelwirkung und wie viel Kapital Sie riskieren.
  4. Managen Sie das Risiko mit Stop-Loss- und Take-Profit-Orders vor und nach dem Einstieg in den Handel.

Risiken und häufige Fallstricke für Anfänger

Die Volatilität des Forex-Marktes schafft Chancen, kann aber genauso schnell Verluste wie Gewinne generieren. Die meisten Anfängerfehler lassen sich auf eine Handvoll vermeidbarer Fehler zurückführen und nicht auf den Markt selbst.

Hebelwirkung wirkt in beide Richtungen

Die Hebelwirkung erhöht Ihre Kaufkraft, aber sie vergrößert Verluste im gleichen Verhältnis wie Gewinne. Eine kleine ungünstige Preisbewegung kann eine stark gehebelte Position schnell auslöschen.

Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt

  • Übermäßige Hebelwirkung: Zu viel Hebelwirkung verstärkt die Verluste.
  • Emotionales Trading: Emotionen, die Entscheidungen beeinflussen, führen zu überstürzten Trades.
  • Handel ohne Strategie: Markteinstieg ohne klaren Plan.
  • Risikomanagement ignorieren: Stop-Loss-Orders auslassen oder Positionsgröße nicht managen.

Forex-Handel im Vergleich zu Aktien und Rohstoffen

Forex unterscheidet sich in mehreren praktischen Aspekten vom Aktien- und Rohstoffhandel, von den Marktzeiten bis zur typischerweise verfügbaren Hebelwirkung.

Forex vs. Aktien vs. Rohstoffe

  1. Marktzeiten: Forex wird 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche gehandelt; Aktienhandel ist auf Börsenzeiten beschränkt; Rohstoffhandelszeiten variieren je nach Markt.
  2. Liquidität: Die Forex-Liquidität ist im Allgemeinen hoch; die Aktienliquidität variiert je nach einzelner Aktie; die Rohstoffliquidität variiert stark.
  3. Volatilität: Die Forex-Volatilität ist im Allgemeinen hoch; Aktien können volatil sein, aber normalerweise weniger als Forex; die Rohstoffvolatilität hängt vom jeweiligen Markt ab.
  4. Hebelwirkung: Die Forex-Hebelwirkung ist im Allgemeinen hoch; die Aktienhebelwirkung ist im Allgemeinen niedriger; die Rohstoffhebelwirkung variiert.
  5. Einstiegsschwelle: Forex hat eine niedrige Einstiegsschwelle; sowohl der Aktien- als auch der Rohstoffhandel haben eine moderate Einstiegsschwelle.

Dieselbe Merkmale, die Forex attraktiv machen – hohe Liquidität und hohe Hebelwirkung – sind auch die, die sein Risikoprofil im Vergleich zu Aktien und Rohstoffen erhöhen.