Der Goldpreis steigt im Jahr 2024 aufgrund einer Kombination aus sich überlappenden Kräften: sich ändernde Erwartungen an die Geldpolitik, anhaltende Käufe durch Zentralbanken, Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit und ein bullisches technisches Setup. Ein Teil der Bewegung ist ungewöhnlich: Gold stieg weiter, auch als die realen US-Renditen stiegen, was von seiner normalen inversen Beziehung zu den Renditen abwich.
Wichtige Erkenntnisse
- Gold hat sich von seiner üblichen inversen Beziehung zu den realen US-Renditen entkoppelt und stieg, auch als die Renditen stiegen.
- Zentralbanken weltweit waren anhaltende, aktive Käufer von Gold und trugen zur Nachfrage bei.
- Die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit stützt den Preis.
- Schwächere US-Arbeits- und Inflationsdaten haben die Erwartungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve erhöht und die relative Attraktivität von renditetragenden Vermögenswerten verringert.
- Gold handelt in einem steigenden technischen Kanal, einem Muster, das tendenziell weitere Käufe anzieht.
- Analysten nennen De-Dollarisierung, Diversifizierung der Zentralbankreserven und US-Haushaltsdefizite als strukturelle Gründe, warum die Rallye andauern könnte.
Geldpolitik und reale Renditen
Goldpreise sind normalerweise eng mit den Erwartungen an die Geldpolitik und den realen Renditen – inflationsbereinigten Renditen – verbunden. Wenn die realen Renditen steigen, wird Gold typischerweise weniger attraktiv, da es keine Zinsen abwirft, sodass das Halten einen Opportunitätskosten darstellt.
Dieses Muster brach 2024 zusammen. Gold stieg weiter, auch als die realen US-Renditen im Einklang mit der Politik der Federal Reserve stiegen, eine Entkopplung, die darauf hindeutet, dass andere Nachfragetreiber derzeit die übliche Renditebeziehung überwiegen.
Käufe durch Zentralbanken
Zentralbanken auf der ganzen Welt waren durchweg aktive Käufer von Gold und fügten dem Markt eine anhaltende Nachfrage hinzu. Die Käufe werden weithin als Versuch interpretiert, Reserven von Fiat-Währungen zu diversifizieren und als Absicherung gegen potenzielle wirtschaftliche Instabilität, anstatt als kurzfristigen Handel.
Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit
Gold ist ein traditionelles sicheres Anlagegut: Die Nachfrage danach steigt tendenziell, wenn Anleger geopolitischer oder wirtschaftlicher Unsicherheit ausgesetzt sind. Die anhaltende Unsicherheit im Jahr 2024 trieb die Anleger zu Gold als Wertaufbewahrungsmittel, was den Preis weiter nach oben trieb.
Erwartungen auf Zinssenkungen
Schwächere als erwartete US-Wirtschaftsdaten, einschließlich Arbeitslosen- und Inflationszahlen, haben die Erwartungen genährt, dass die Federal Reserve die Zinssätze senken wird. Niedrigere Zinsen verringern die relative Attraktivität von Anleihen und anderen festverzinslichen Anlagen, was historisch gesehen einige Anleger zu nicht verzinslichen Vermögenswerten wie Gold treibt.
Technischer Markttrend
Auf den Charts handelt Gold innerhalb eines steigenden Kanals – ein Muster, das technische Analysten als bullisch interpretieren. Ein solches Setup zieht tendenziell weitere Käufe an, da Händler erwarten, dass sich der Trend fortsetzt.
Langfristiger Ausblick für den Goldpreis
Über den kurzfristigen Horizont hinaus bleiben Analysten, die das Metall beobachten, optimistisch und verweisen auf strukturelle Veränderungen neben den oben genannten Faktoren: De-Dollarisierungstrends, die fortgesetzte Diversifizierung der Zentralbankreserven in Gold und anhaltende US-Haushaltsdefizite.
Dies wird als Grund dafür angeführt, dass die aktuelle Rallye andauern könnte, sofern es keine signifikante Änderung der Geldpolitik oder eine deutliche Verbesserung der globalen wirtschaftlichen Bedingungen gibt.
Käufe durch Zentralbanken, Erwartungen an die Geldpolitik, geopolitische Risiken und Markttrends tragen alle zum aktuellen Anstieg der Goldpreise bei.











