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Bretton Woods-Abkommen

Das Bretton Woods-Abkommen war ein internationales Währungssystem, das im Juli 1944 etabliert wurde und Wechselkurse an den US-Dollar band, der selbst zu 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Dieses System schuf den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank, um die Stabilität des globalen Finanzwesens nach dem Zweiten Weltkrieg aufrechtzuerhalten. Für Forex-Händler ist Bretton Woods historisch bedeutsam, da es dem modernen System flexibler Wechselkurse vorausging und die Funktionsweise der Devisenmärkte bis heute prägt.

Wie Bretton Woods funktionierte

Im Rahmen des Abkommens banden die teilnehmenden Länder ihre Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar. Die Vereinigten Staaten verpflichteten sich, die Konvertibilität des Dollars in Gold aufrechtzuerhalten, wodurch ein stabiler Anker für alle Weltwährungen geschaffen wurde. Dies sorgte für Vorhersehbarkeit im internationalen Handel und Finanzwesen, da die Wechselkurse fixiert und letztlich durch Goldreserven gedeckt waren.

Warum das System zusammenbrach

Bretton Woods sah sich wachsendem Druck ausgesetzt, der das System schließlich zum Einsturz brachte. Da die USA Dollar druckten, um Ausgaben zu finanzieren, lösten ausländische Länder diese Dollar zunehmend in Gold ein, was die US-Goldreserven schrumpfen ließ. Das System fester Wechselkurse schränkte auch die Fähigkeit der Länder ein, ihre Währungen an ihre wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen, was zu Starrheit und spekulativen Angriffen auf schwache Währungen führte.

1971 setzte Präsident Richard Nixon die Konvertibilität des Dollars in Gold aus und beendete damit Bretton Woods. Dieser Wandel führte zum modernen System flexibler Wechselkurse, bei dem sich die Währungswerte frei auf Basis von Angebot und Nachfrage auf dem Markt anpassen, anstatt durch staatliche Politik festgelegt zu werden.

Vermächtnis für Händler

Bretton Woods zeigte, dass Systeme fester Wechselkurse einer inhärenten Instabilität ausgesetzt sind, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen zwischen den Ländern auseinanderentwickeln. Das Verständnis dieses historischen Übergangs hilft Händlern zu begreifen, warum die heutigen Devisenmärkte auf flexiblen Kursen basieren und warum die Politik der Zentralbanken und Wirtschaftsdaten die Währungsbewegungen bestimmen.