Rohstoffe sind standardisierte Rohmaterialien oder Grundgüter, die mit anderen desselben Typs austauschbar sind. Sie bilden das Rückgrat des globalen Handels – von Energie wie Öl und Erdgas über Agrarprodukte wie Weizen und Mais bis hin zu Edelmetallen wie Gold und Silber.
Arten von Rohstoffen
Rohstoffe lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Harte Rohstoffe sind natürliche Ressourcen: Rohöl, Erdgas, Gold, Silber und Eisenerz. Weiche Rohstoffe sind Agrarprodukte und Vieh: Weizen, Mais, Sojabohnen, Kaffee und Schweinefleisch. Jeder wird an spezialisierten Börsen mit standardisierten Verträgen gehandelt.
Was Rohstoffpreise antreibt
Rohstoffpreise schwanken je nach Angebot und Nachfrage, geopolitischen Ereignissen, Konjunkturzyklen und Wetter. Eine Angebotsunterbrechung durch einen wichtigen Produzenten kann beispielsweise die Preise auf dem gesamten Markt in die Höhe treiben. Diese Faktoren machen Rohstoffe empfindlich sowohl für makroökonomische Trends als auch für unerwartete Schocks.
Warum Händler und Investoren Rohstoffe verfolgen
Rohstoffe dienen mehreren Zwecken. Sie signalisieren die allgemeine Wirtschaftslage – steigende Rohstoffpreise gehen oft der Inflation voraus. Edelmetalle wie Gold können als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung dienen. Rohstoffe diversifizieren auch Portfolios, die nicht mit Aktien und Anleihen korreliert sind. Rohstoffmärkte sind jedoch volatil und unterliegen geopolitischen Risiken, was ein sorgfältiges Risikomanagement erfordert.
Rohstoffe im Vergleich zu anderen Anlageklassen
| Merkmal | Rohstoffe | Aktien | Anleihen | Forex |
|---|---|---|---|---|
| Natur | Rohmaterialien | Unternehmenseigentum | Schuldtitel | Währungspaare |
| Risiko | Hoch, Markt und Geopolitik | Mittel bis hoch | Niedrig bis moderat | Hoch, wirtschaftliche Faktoren |
| Liquidität | Variiert je nach Rohstoff | Generell hoch | Variiert je nach Anleihe | Sehr hoch |







