M2 ist ein breiterer Geldmengenbegriff als M1 und umfasst nicht nur Bargeld und Sichteinlagen, sondern auch Spareinlagen, Geldmarktpapiere und Termineinlagen wie Einlagenzertifikate (CDs). M2 spiegelt die gesamte verfügbare Geldmenge in einer Volkswirtschaft für Ausgaben und Investitionen wider.
Bestandteile von M2
M2 besteht aus:
- M1: Bargeld und Sichteinlagen (der liquideste Teil).
- Spareinlagen: Kontostände, für deren Abhebung eine Ankündigung erforderlich ist, die aber schnell umgewandelt werden können.
- Geldmarktpapiere: Kurzfristige Wertpapiere wie Schatzwechsel.
- Termineinlagen: Einlagenzertifikate (CDs) und ähnliche Instrumente mit festen Fälligkeitsterminen.
M2 als Wirtschaftsindikator
Die Wachstumsrate von M2 wird als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit genau beobachtet. Ein schnelles M2-Wachstum kann auf Inflationsdruck hindeuten, während ein langsameres Wachstum auf eine wirtschaftliche Kontraktion hinweisen kann. Zentralbanken passen die Geldpolitik auf der Grundlage von M2-Trends an, was wiederum die Währungswerte beeinflusst.
Unterschiede zu M1 und M3
| Maß | Bestandteile | Liquidität |
|---|---|---|
| M1 | Bargeld, Sichteinlagen | Sehr hoch |
| M2 | M1 + Spareinlagen, CDs, Geldmärkte | Hoch bis moderat |
| M3 | M2 + große Einlagen, institutionelle Gelder | Moderat bis niedrig |







