Ein Managed Float ist ein Wechselkurssystem, bei dem der Wert der Währung eines Landes hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt bestimmt wird, die Zentralbank jedoch gelegentlich eingreifen kann, um ihn zu stabilisieren. Auch als „schmutziger Float“ bezeichnet, gleicht er freie Marktkräfte mit selektiver staatlicher Kontrolle aus.
So funktioniert Managed Float
Zentralbanken greifen nur bei Bedarf ein, nicht regelmäßig. Sie schreiten ein, um übermäßige Volatilität oder unerwünschte Trends zu verhindern, und lassen den Markt dann wieder frei laufen. Die Häufigkeit und Intensität der Interventionen variiert je nach Land und hängt von dessen Wirtschaftspolitik und Prioritäten ab.
Auswirkungen für Händler
Die Unvorhersehbarkeit des Eingreifens der Zentralbank schafft sowohl Chancen als auch Risiken. Das System ist flexibler als feste Wechselkurse und ermöglicht es Volkswirtschaften, sich an externe Schocks anzupassen. Händler sind jedoch mit der Unsicherheit konfrontiert, wann und wie Interventionen stattfinden werden, was die Volatilität erhöhen und die Prognose erschweren kann.
Erfolg erfordert, dass man über Wirtschaftsindikatoren und Mitteilungen der Zentralbanken auf dem Laufenden bleibt. Märkte können auf Andeutungen möglicher Interventionen überreagieren und Preisschwankungen verstärken, die über grundlegende Wirtschaftsveränderungen hinausgehen.
Managed Float im Vergleich zu anderen Wechselkurssystemen
| Aspekt | Managed Float | Fester Wechselkurs | Reiner Float |
|---|---|---|---|
| Marktbestimmung | Teilweise durch den Markt, teilweise durch die Zentralbank | Durch Regierung/Zentralbank | Vollständig durch Marktkräfte |
| Intervention der Zentralbank | Gelegentlich und strategisch | Regelmäßig und erheblich | Keine oder minimale |
| Flexibilität | Mittelmäßig | Gering | Hoch |
| Vorhersehbarkeit | Variabel | Hoch | Mittelmäßig |







