Ein gleitender Durchschnitt ist ein technischer Indikator, der den Durchschnittspreis über einen festgelegten Zeitraum berechnet und kurzfristige Preisschwankungen glättet, um die zugrunde liegende Trendrichtung aufzudecken.
So funktioniert der gleitende Durchschnitt
Die beiden gängigsten Arten sind der Simple Moving Average (SMA) und der Exponential Moving Average (EMA). Ein SMA berechnet den durchschnittlichen Schlusskurs über eine feste Anzahl von Perioden – zum Beispiel die letzten 20 Tage. Mit jeder Periode verschiebt sich das Fenster und der Durchschnitt wird neu berechnet. Ein EMA macht dasselbe, gibt aber neueren Preisen mehr Gewicht, wodurch er schneller auf aktuelle Marktbedingungen reagiert.
Beide Arten helfen Ihnen zu erkennen, ob der Preis steigt oder fällt, und können potenzielle Ein- und Ausstiegspunkte signalisieren.
Praktische Grenzen
Gleitende Durchschnitte hinken der Preisentwicklung hinterher, da sie auf historischen Daten basieren. Dieser Zeitverzug kann in volatilen Märkten, in denen Sie Rauschen herausfiltern möchten, von Vorteil sein, ist aber in schnelllebigen Märkten ein Nachteil – Sie sind immer einen Schritt im Rückstand.
In seitwärts oder konsolidierenden Märkten können gleitende Durchschnitte falsche Signale erzeugen, die als Whipsaws bezeichnet werden und zu Einstiegen zu ungünstigen Preisen führen. Die von Ihnen gewählte Periode ist von erheblicher Bedeutung: Eine kürzere Periode (wie 10 Tage) reagiert schnell, ist aber verrauschter; eine längere Periode (wie 200 Tage) glättet das Rauschen, reagiert aber langsam auf Änderungen.
Die meisten Händler kombinieren gleitende Durchschnitte mit anderen Indikatoren, um Signale zu bestätigen und den Zeitverzug zu berücksichtigen.







