Ein Bärenmarkt ist ein anhaltender Rückgang der Vermögenspreise, der durch pessimistische Anlegerstimmung und die Erwartung weiter fallender Kurse gekennzeichnet ist. Typischerweise beinhaltet ein Bärenmarkt einen Rückgang von 20 % oder mehr gegenüber den jüngsten Höchstständen und kann mehrere Monate oder Jahre andauern.
Merkmale eines Bärenmarktes
Während eines Bärenmarktes treffen mehrere Faktoren zusammen. Die Anlegerstimmung wird negativ, da die Menschen weitere Rückgänge befürchten. Das Handelsvolumen nimmt oft ab, da Anleger vorsichtig sind, den Markt zu betreten. Die Volatilität steigt typischerweise, da Unsicherheit und Angst zu unberechenbaren Kursschwankungen führen. Die meisten Anlageklassen tendieren dazu, gemeinsam zu fallen, was es schwierig macht, durch Diversifizierung sichere Häfen zu finden.
Risiken für Trader
Bärenmärkte bergen reale Kapitalrisiken. Die Kurse fallen stetig und schmälern das Eigenkapital der Trader, insbesondere bei denen, die Hebelwirkung einsetzen. Längere Abschwünge erzeugen emotionalen Stress, der zu schlechten Entscheidungen oder Panikverkäufen führen kann. Für gehebelte Trader stellen Margin Calls ein ernstes Risiko dar, da sich die Verluste anhäufen. Den Tiefpunkt eines Bärenmarktes zu timen, ist notorisch schwierig, daher stellt der Wiedereinstieg in den Markt zum richtigen Zeitpunkt selbst für erfahrene Trader eine Herausforderung dar.
Bärenmarkt im Vergleich zu verwandten Begriffen
Eine Korrektur ist ein kurzfristiger Rückgang von weniger als 20 %, typischerweise von kürzerer Dauer. Ein Crash ist ein plötzlicher, steiler Rückgang, der durch Panik ausgelöst wird. Eine Rezession ist eine Periode des wirtschaftlichen Abschwungs, die durch verringertes Wachstum gekennzeichnet ist – Bärenmärkte fallen oft mit Rezessionen zusammen, beziehen sich aber spezifisch auf Vermögenspreise. Ein Bullenmarkt ist das Gegenteil: steigende Kurse und optimistische Stimmung.







