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Glossary term

Festgelegter Wechselkurs

Ein fester Wechselkurs (oder gebundener Kurs) liegt vor, wenn die Zentralbank eines Landes den Wert einer Währung auf einem konstanten Niveau gegenüber einer anderen Währung oder einem Rohstoff, typischerweise Gold oder dem US-Dollar, hält. Im Gegensatz zu flexiblen Wechselkursen, die sich frei mit Angebot und Nachfrage des Marktes bewegen, wird ein fester Kurs künstlich stabil gehalten.

Wie Zentralbanken feste Wechselkurse aufrechterhalten

Die Zentralbank greift direkt in den Devisenmarkt ein, um Abweichungen zu verhindern. Wenn der Markt den Wechselkurs über die Bindung treibt, verkauft die Bank ihre eigene Währung und kauft die Referenzwährung, um den Kurs wieder nach unten zu drücken. Umgekehrt, wenn der Markt ihn unter die Bindung treibt, kauft die Bank ihre eigene Währung. Dies erfordert, dass die Zentralbank über große Devisenreserven verfügt.

Beispiel

Wenn Land A seine Währung im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar bindet und Marktkräfte versuchen, sie auf 1:1,2 zu treiben, würde die Zentralbank ihre heimische Währung verkaufen und Dollar kaufen, um die 1:1-Bindung wiederherzustellen.

Auswirkungen für Forex-Händler

Feste Wechselkurse schaffen Vorhersehbarkeit bei den Währungspreisen, was die Volatilität verringern und Absicherungsentscheidungen vereinfachen kann. Sie bergen jedoch auch Risiken: Wenn eine Währung im Verhältnis zu den wirtschaftlichen Fundamentaldaten über- oder unterbewertet wird, können Spekulanten die Bindung angreifen und möglicherweise eine plötzliche Neubewertung erzwingen. Händler sollten sich auch bewusst sein, dass Zentralbanken, die eine Bindung verteidigen, ihre Reserven aufbrauchen können, was auf mögliche zukünftige Politikänderungen hindeutet.

Herausforderungen fester Wechselkurse

Feste Wechselkurse schränken die geldpolitische Flexibilität eines Landes ein und können Inflation oder Deflation nicht berücksichtigen, was zu wirtschaftlichen Ungleichgewichten führt.