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Systemisches Risiko

Systemisches Risiko ist das Risiko, dass der Ausfall einer Finanzinstitution oder eine Marktstörung eine Kettenreaktion von Ausfällen im gesamten Finanzsystem auslöst. Es unterscheidet sich vom individuellen oder branchenspezifischen Risiko, da es die Stabilität der Märkte und der breiteren Wirtschaft bedroht.

Systemisches Risiko entsteht, wenn Finanzinstitutionen und Märkte stark miteinander verbunden sind und stark auf Hebelwirkung angewiesen sind. Die Insolvenz einer Bank, der Zusammenbruch der Marktinfrastruktur, eine plötzliche Wirtschaftskrise oder eine unerwartete regulatorische Änderung können Auslöser sein. Interne Ursachen – wie übermäßige Hebelwirkung – oder externe Schocks, wie geopolitische Ereignisse, können beides systemische Ereignisse auslösen. Wenn eine Institution ausfällt oder sich aus einem Markt zurückzieht, erleiden Kontrahenten Verluste, was weitere Verkäufe und Verluste im gesamten System auslöst.

Für Forex-Händler manifestiert sich systemisches Risiko in reduzierter Marktliquidität, extremer Volatilität oder Broker-Ausfällen. Während Finanzkrisen weiten sich die Spreads stark aus, Stops werden durchgerutscht und einige Broker können Auszahlungen nicht mehr leisten. Händler, die systemischen Ereignissen ausgesetzt sind, sehen sich nicht nur Marktverlusten, sondern auch Kontrahentenrisiken ausgesetzt, wenn ihr Broker ausfällt.

Die Überwachung der Kommunikation der Zentralbanken, der Gesundheit von Finanzinstitutionen und des Stresses auf den Kreditmärkten (wie z. B. sich ausweitende Kreditspreads) hilft Händlern, den Aufbau von systemischem Risiko vorherzusehen. Die Diversifizierung von Brokern und die Aufrechterhaltung von Margin-Puffern sind praktische Abwehrmaßnahmen gegen systemische Schocks.